| Ein interessanter Rundgang |
Arzberger Kirchengrüfte und Mausoleen –
ein „Leichenbegängnis“ der besonderen Art
mit Erwin Scherer am 25.6. 2011 um 15 Uhr, Treffpunkt: Ev. Kirche
Im Rahmen der Ausstellung „Erde zu Erde“, die im Volkskundlichen Gerätemuseum Bergnersreuth momentan zu sehen ist, findet am 25.6. 2011 um 15 Uhr ein unterhaltsamer und interessanter Rundgang mit Erwin Scherer zu den Begräbnissorten von herausragenden Bürgern und Adeligen der Stadt Arzberg statt. Im Mittelpunkt steht hierbei die Evangelische Kirche, die bereits 1268 errichtet wurde und Maria-Magdalena, Schutzpatronin des Bergbaus, geweiht war. Nachdem die ursprüngliche kleine Kirche 1630 im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt wurde, errichtete man Sie 1642 neu. In ihr finden sich zahlreiche Grüfte und Grablegen. So zum Beispiel jene von Leutnant Christoph Müssel, Dragoner-Leutnant im Bayreuthischen Königlich Polnischen und Chursächsischen Regiment. Er starb am 23. Mai 1732 und wurde vier Tage später neben dem Altar bei den „Bürgermeister-Stühlen“ beigesetzt. Und zwar, wie damals üblich abends. Bei der Sanierung der Kirche 1992 wurde diese Grablege wieder entdeckt, mit vielen noch erhaltenen Textilfragmenten, Sporen und einem Degen. Diese Objekte sind momentan in der „Erde zu Erde“- Ausstellung in Bergnersreuth zu bestaunen. Nach dem Verbot der Bestattung innerhalb der Kirche begann man mit dem Bau von Grüften und Mausoleen. So wird Erwin Scherer im Anschluß zur Grablege der von Benckendorffs auf Schlottenhof hinter der Kirche gehen und zum Beispiel einiges über die Beisetzung des Georg Adam Siegmund von Benckendorff , Bayreuthisch-Brandenburgischer Konsistorialrat berichten. Vom Adel geht es dann auf den Friedhof zu den Mausoleen der Familie Küspert und Schumann, die nicht unwesentlich zur Entwicklung der Stadt Arzberg in der Vergangenheit beigetragen haben. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.Weitere Informationen:
Erwin Scherer, Evangelische Kirchenverwaltung Arzberg: Tel: 09233-77370
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