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Guten Morgen!
 
Wir freuen uns sehr, dass Sie unseren Internetauftritt besuchen. Sie erfahren hier Interessantes über das Volkskundliche Gerätemuseum Arzberg-Bergnersreuth und erhalten Informationen über aktuelle Sonderausstellungen. Wir halten Sie auch über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden und berichten von Ereignissen und Veranstaltungen in unserem Hause.

Viele Spaß eine gute Zeit wünscht Ihnen
Ihr Museumsteam


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!







Vortrag zur Sonderausstellung
„Ein echter Keerl“


von Dr. Sabine Zehentmeier, Museumsleitung
zum Thema : „Theodor Keerl – ein Leben für Keramik“ am 24. Mai um 19 Uhr


Es war im Jahre 1920, als Theodor Keerl seine Keramikproduktion nach Arzberg verlegte. Er ließ sich in den Räumen der renommierten Porzellanfabrik Schumann nieder und begann sein künstlerisches Schaffen. Entstanden sind bis 1933 in Arzberg Unikat-Keramiken von herausragender Qualität mit einzigartigen Glasuren. Überall in Arzberg finden sich in den Haushalten noch heute Stücke aus der Keerl‘schen Produktion. Allesamt Meisterleistungen der Töpfer- und Glasurkunst. In dem Vortrag wird es darum gehen, das Leben und Werk Theodors zu beleuchten und seine Bedeutung für Arzberg herauszuarbeiten. In dem reich bebilderten Vortrag werden selbstverständlich Dokumente, Fotos aus seinem Leben und vor allem Beispiele seines Werkes gezeigt werden.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit bei einem Glas Sekt die Ausstellung zu besichtigen.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos:
Steffi Schroedter
Volkskundliches Gerätemuseum Arzberg/Bergnersreuth
Wunsiedler Straße 12 - 14
95659 Arzberg/Bergnersreuth
Tel.: 09233 / 5225
Fax: 09233 / 78933
museum(at)bergnersreuth(dot)de





3. HAUS- UND HOFMESSE
Ein Erlebnis für die ganze Familie!

am 20. Mai 2012 von 10.00 – 17.00 Uhr
im Volkskundlichen Gerätemuseum Arzberg/Bergnersreuth
mit Geranienmarkt


Der Frühling ist endlich da und mit ihm die dritte Haus- und Hofmesse des Volkskundlichen Gerätemuseums in Arzberg-Bergnersreuth. Im idyllischen Bauerngarten, im alten Kuhstall und im Wohnhaus warten vielfältigste Angebote und Attraktionen auf die Gäste: regionale Direktvermarkter, Livemusik, Zauberer und viele Tiere.

Bei einem Rundgang lassen sich Köstlichkeiten wie beispielsweise der leckere Flammkuchen vom Selber Bauernmarktteam oder warme Honigfladen von Familie Mathes aus Schirnding verschieden gefüllt genießen. Traditionelles Kunsthandwerk steht wie jedes Jahr bei dieser Messe im Mittelpunkt und kann wie das Herstellen von bunten Glasperlen live erlebt werden. Kleine Besucher können beim Basteln mit Naturmaterialien, beim Filzen oder beim Bearbeiten von Granit ihr Talent ausprobieren. Vielerlei weitere Anregung für Gestaltung von Haus, Hof und Garten runden das Veranstaltungsprogramm ab und versprechen einen kurzweiligen und interessanten Besuch. Wieder ein besonderes Highlight: die Gärtnerei Gramsch aus Marktredwitz bietet, aufgrund der sehr guten Resonanz im vorigen Jahr, zum zweiten Mal einen Geranienmarkt an.

Erstmals wird es zur Haus- und Hofmesse eine Verlosung geben. Jeder Besucher erhält einen Teilnahmeschein den er an verschiedenen Stationen abstempeln lassen soll um dann an der Verlosung teilnehmen zu können. Zu gewinnen gibt es einen Reisegutschein der Firma Biersack Reisen aus Marktredwitz, zwei Eintrittskarten für „Romeo und Julia“ bei den Luisenburgfestspielen in Wunsiedel und je zwei Eintrittskarten zu „Die schaurig schönen Moritaten“(Fränkischer Theatersommer) und „Lametta“ (Luna Bühne Weißenburg) zu den Spitalitäten im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel, sowie weitere Kleinpreise zu gewinnen. Die Verlosung der Preise findet kurz vor 17 Uhr im Veranstaltungsraum statt.

Alle Kaffee- und Kuchenfreunde kommen im Veranstaltungsraum auf ihre Kosten. Dort werden feine Torten und leckere Kuchen von Gartenbäuerin Erika Röder angeboten. Im Museumsgarten brutzeln saftige Steaks vom Schwein auf dem Grill der Bergnersreuther Feuerwehr und vom Strauß bei Ehler Hugo aus Röthenbach. Musikalisch unterhalten werden die Gäste an diesem Tag ab 11 Uhr von Patrick Gensing und Werner Volkmann, den Wildsaubuam aus Selb.

Foto: Petra Geigner, Frankenpost

Unsere Haus- und Hofmesse: ein wahrer Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus für die ganze Familie.



Ansprechpartner:
c/o Dr. Sabine Zehentmeier
Volkskundliches Gerätemuseum Arzberg/Bergnersreuth
Wunsiedler Straße 12 - 14
95659 Arzberg/Bergnersreuth
Tel.: 09233 / 5225
Fax: 09233 / 78933
museum(at)bergnersreuth(dot)de





Große Sonderaustellung

Ein echter Keerl –
Theodor Keerl, ein Meister der Glasur


vom 23.3. bis 30.9. im Volkskundlichen Gerätemuseum Arzberg-Bergnersreuth

So schillernd wie seine Glasuren ist leider Theodors Keerls Leben nicht verlaufen.  Keerl  hatte es Zeit seines Lebens schwer  seine hoch prämierten keramischen Arbeiten zu verkaufen.  Dabei waren seine vielfältigen Talente mehr als vielversprechend. 1862 im Allgäu geboren, besuchte er die Kunstakademie in München, wurde Hofglasmaler, Kunstmaler und Zeichenlehrer. In der Folge entwickelte er  äußerst erfolgreich Patente zur Oberflächenveredelung von Eisen und erwarb  in einem zweiten Studium den Ingenieursgrad.  Sein besonderes Interesse galt ab 1903 aber der Übertragung von Emaillierungen auf Keramik.  Er errichtete zu diesem Zeitpunkt in Landshut  sein „Laboratorium für Kunstemail und Kunstkeramik“. Bekannt wurde seine Kunstkeramik aber erst  1912 durch seine Beteiligung an der Münchner Gewerbeschau und der Ausstellung der Landesgewerbeanstalt Nürnberg, wo er mit der silbernen Medaille der König-Ludwig-Preisstiftung ausgezeichnet wurde. Seinen größten Erfolg feierte Theodor Keerl auf der Weltausstellung 1913 in Gent, als er als einziger deutscher Keramiker mit der goldenen Medaille geehrt wurde. Trotz des großen Anfangserfolg stand die Keerl´sche Keramikproduktion im Ersten Weltkrieg kurz vor dem Ruin.

Als sich auch in den Nachkriegsjahren die Lage kaum besserte, suchte Theodor Keerl über Verwandte den Kontakt zur Arzberger Porzellanindustrie. Die Bayerische Kunstkeramik Keerl & Schumann GmbH in Arzberg wurde am 4. Dezember 1921 von Theodor Keerl, dem Porzellanfabrikanten Carl Schumann und dessen Sohn Karl gegründet. Die Keramikproduktion bildete die Ergänzung zum Porzellanprogramm.  Der Zusammenschluss mit dem Porzellanfabrikanten eröffnete Theodor Keerl vor allem eine gute Werbe- und Vertriebsorganisation. Zwischen 1934 und 1937 wurde die Keerl´sche Keramikproduktion schließlich eingestellt. Bereits vor 1937 kehrte Theodor Keerl  Arzberg den Rücken und ging nach Landshut zurück, wo er im Alter von 77 Jahren am 12. Dezember 1939 verstarb.

Theodor Keerl hinterließ über 100 Modelle mit unzähligen Glasurvarianten im Stile des Historismus, Jugendstil und Art Déco. In mühevoller Arbeit ist es in letzten zwei Jahren gelungen für die Ausstellung „Ein echter Keerl“ über 300 Objekte aus der Hand von Theodor Keerl aus Museen und Sammlungen, aber auch von Privatleihgebern aus ganz Deutschland zusammen zu holen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher 130seitiger Katalog.

Erfahren Sie hier mehr über die große Sonderausstellung...


 
© 2012 by Stefan Klaubert